Prof. Dr. med. Dirk Kaiser - Thoraxzentrum - Berlin

Home » Patientenservice

Patientenservice

 

Liebe Patientin, lieber Patient,

bei Ihnen wurde eine Lungenerkrankung diagnostiziert und Sie warten auf eine Operation. Sicherlich werden Sie einige Fragen haben, die den stationären Ablauf und die Operation selbst betreffen. Dieser Leitfaden soll Ihnen eine kleine Hilfe im Umgang mit Ihrer Krankheit und der bevorstehenden Operation geben. Zugleich sollen Sie als Patient zur aktiven Mitarbeit motiviert werden. Sie können selbst zu einem guten Gelingen der Operation beitragen.

Natürlich können wir hier nicht alle Ihre Fragen beantworten. Dies soll das persönliche Gespräch mit dem Stationsarzt nicht ersetzen, der auf Ihre individuellen Fragen und Bedürfnisse eingehen wird. Für offene Fragen stehen wir Ihnen in Zusammenarbeit mit Ihrem Facharzt und Ihrem Hausarzt gerne zur Verfügung.

Über die Aufnahme und was Sie mitbringen sollten,
darüber informiert Sie meine Sekretärin Frau Ina Recke:


Montag bis Freitag zwischen 8:00 bis 16:00 Uhr
Telefon +49 (0)30 8102 2256

In Notfällen sind wir zwischen 16:00 bis 8:00 Uhr erreichbar unter:
Telefon +49 (0)30 8102 1921

 

Ärztliche Versorgung

Das Fachgebiet der Thoraxchirurgie behandelt die chirurgischen Erkrankungen der Organe im Brustkorb, des Mittelfellraumes (Mediastinum), des Zwerchfelles und der Brustwand. Heute ist der Lungenkrebs der weitaus häufigste Anlass für einen thoraxchirurgischen Eingriff.

Durch enge Zusammenarbeit des Thoraxchirurgen mit Pneumologen, internistischen Onkologen, Radiologen, Anästhesiologen und je nach Bedarf weiteren Spezialisten wird heutzutage die Möglichkeit einer Operation für jeden Patienten individuell abgewogen. Die Risikokalkulation eines Eingriffes wird bei jedem Patienten von mir persönlich durchgeführt. Folgende Untersuchungen bzw. Befunde sind zu erheben.

Stufendiagnostik

Durch die exakte Risikokalkulation und ein gutes Komplikationsmanagement sind heute Patienten, die noch vor kurzem als nicht operabel galten, relativ gefahrlos einem thoraxchirurgischen Eingriff zu unterziehen. Nicht zuletzt die gewaltigen Fortschritte in der postoperativen Intensivpflege wie auch Zuwendung der Schwestern und Pfleger auf den Stationen vervollständigen das Leistungsspektrum eines Teams, wie Sie es an unserer Klinik für Thoraxchirurgie wieder finden.

 

Das Lungenkarzinom

Das Lungenkarzinom ist weltweit der häufigste bösartige Tumor des Mannes und steht bei Frauen in Deutschland nach dem Mammakarzinom und Dickdarmkarzinom an dritter Stelle der Tumorerkrankungen. 1997 verstarben in Deutschland über 37000 Menschen am Lungenkrebs. Für Männer bedeutete das ca. ein Viertel und für Frauen 12% aller krebsbedingten Todesfälle.

Hauptursache des Lungenkarzinomkarzinoms ist mit 85 % das inhalative Rauchen. Ca. 8 % werden berufsbedingten Karzinogenen wie Asbest und Uran zugeschrieben, 5 % entstehen durch Umwelteinflüsse und Luftverschmutzung.

Vor einer geplanten Lungenoperation sollten Sie das Rauchen rechtzeitig einstellen, da hierdurch das Operationsrisiko deutlich gesenkt wird.

 

Aufgrund des mikroskopischen Zellbildes werden grundsätzlich unterschieden:

  • Nicht kleinzellige Lungenkarzinome
  • Kleinzellige Lungenkarzinome

Zu den nicht kleinzelligen Lungenkarzinomen zählen die Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome ( die noch weiter differenziert werden), Adenosquamöse Karzinome, Großzellige Karzinome und andere seltenere Varianten. Die Feststellung des Zelltyps ist für die Therapieplanung wie auch Prognose von entscheidender Bedeutung.

Das Lungenkarzinom führt nicht zwangsläufig zu spezifischen Beschwerden und Symptomen. Aus diesem Grund können Tumore in der Lunge auch über eine lange Zeit unentdeckt bleiben. Symptome wie Husten, Auswurf, Fieber, Atemnot, Abgeschlagenheit, Heiserkeit oder ungewollte Gewichtsabnahme und erst recht spontane Rücken- oder Schulterschmerzen und blutiger Auswurf sollten zu weiterführenden Untersuchungen Anlass geben.

 

Operationstechnik

Die Entfernung eines ganzen Lungenflügels sollte man heute möglichst vermeiden, in dem man nichtbefallene Lungenteile im Sinne einer Autotransplantation wieder annäht (Manschettenresektionen). Hierdurch behalten die Patienten mehr Lebensqualität. Außerdem haben diese Eingriffe, obwohl sie sehr kompliziert sind, eine viel geringere Sterblichkeit als die Pneumonektomie (Entfernung des Lungenflügels). In vielen Fällen wird heute standardisiert eine "adiuvante Chemotherapie" auch bei sogenannten Frühstadien empfohlen.

 

© 2010 Prof. Dr. D. Kaiser | Feedback |
Stand: 02.07.2008